Dr. Daniel Schuch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit

Kontakt: daniel.schuch(at)uni-jena(dot)de

 

KURZVITA

Geb. 1988 in Saarbrücken, Studium (BA) der Geschichtswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft an der Technischen Universität Dresden (2008-2012), Masterstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts (2012-2015). Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europäischen Kolleg Jena von 2016 bis 2018. Seit 2019 ehrenamtlich aktiv in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, 2020 tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent der Stiftungsleitung in der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora (02-09/2020). Abschluss der Promotion im Oktober 2020 mit einer Arbeit über die Transformationen der Zeugenschaft des Holocaust.

Seit dem Wintersemester 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl mit Schwerpunkt auf Lehrveranstaltungen zu Repräsentationen von Geschichte in Medien und Öffentlichkeit sowie Erarbeitung eines PostDoc-Forschungsprojekts.

 

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

•    Geschichte und Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Holocaust
•    Audio-visuelle Repräsentationen von Geschichte
•    Erinnerungs-Interviews und Zeugenschaft
•    Geschichtskulturen als Konfliktgeschichten
•    NS-Konzentrationslager, ihre Häftlingsgesellschaften und Überlebendenorganisationen


PUBLIKATIONEN

07/20                                              Konflikthafte Zeugenschaft. David P. Boders Audio-Interviews im Nachkriegseuropa, in: Mimeo. Blog der Doktorandinen und Doktoranden am Dubnow-Instituts, URL: https://mimeo.dubnow.de/konflikthafte-zeugenschaft/

11/20                                            Pionierforschungen zum Holocaust, Rezension zu: Hans-Christian Jasch, Stephan Lehnstaedt (Hrsg.), Verfolgen und Aufklären: Die erste Generation der Holocaustforschung / Crimes Uncovered: The First Generation of Holocaust Researchers, Berlin: Metropol 2019, in: Einsicht 2020, Bulletin des Fritz Bauer Instituts, S. 115.

12/20                                    Internationaler Strafverfoler und moralisches Weltgewissen: neue Bücher zum Lebenswerk des Juristen Benjamin Ferencz, in: Newsletter der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig 9 (2020), S. 37-39.

 

im Erscheinen                               Recounting Buchenwald. Three Interviews over 50 Years with one Survivor, in: Denisa Neštáková / Katja Grosse-Sommer / Janine Fubel / Borbala Klacsman / Christoph Gollasch (eds.), Practices of Memory and Knowledge Production: Papers from the 22nd Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites, erscheint 2021 im Metropol Verlag Berlin.

in Vorbereitung                            Organisiertes Gedächtnis. Kollektive Aktivitäten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik (AT), Herausgeberschaft zusammen mit Philipp Neumann-Thein und Markus Wegewitz, erscheint 2021 im Wallstein Verlag Göttingen.

in Vorbereitung                            „Buchenwald Boys“ in Australien. Formen der kollektiven Memorialisierung von Child Survivors, in: Schuch/Neumann-Thein/Wegewitz (Hrsg.), Organisiertes Gedächtnis

in Vorbereitung:                           Reframing the Frame. From David P. Boder’s Early Research on Trauma in Postwar Europe to Later Holocaust Testimony, in: Thomas Pegelow Kaplan / Boaz Cohen / Miriam Offer / Wolf Gruner (eds.), Holocaust Testimonies: Reassessing Survivors’ Voices and their Future in Challenging Times, erscheint Ende 2021 bei Bloomsbury Publishing London.

 

VORTRÄGE (Auswahl)

03.02.2020                                     David P. Boder and the Transformations of Holocaust Testimony, Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums am Imre Kertész Kolleg Jena 

30.11.19                                         Initiativkreis Riebeckstraße 63: Konzeptionelle Überlegungen zu einem Gedenk-, Lern- und Begegnungsort in Leipzig auf der Tagung „Erbe ´89. Politisierung der Erinnerung“ an der Universität Leipzig

06.11.19                                         “Not the Scum of Humanity.” A Comparison of David P. Boder’s Early Research on Trauma in Postwar Europe to Later Holocaust Testimony auf der “Special Lessons and Legacies Conference: The Holocaust and Europe” in München

12.01.18                                         Transformations of Testimony: Speaking about Buchenwald one Year and 50 Years after the Liberation auf der Konferenz “Beyond Camps and Forced Labour: Current International Research on Survivors of Nazi Persecution” an der Birbeck University of London und der Wiener Library in London (UK)

21.10.17                                         Remembering Buchenwald? Considerations about the Transformations of Holocaust Testimony auf dem “Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites” in Budapest (Ungarn)

07.02.17                                         “I had hoped my father had survived incognito”. Wandel durch Wiedererzählen in den Interviews mit Gert Silver alias Gert Silberbard auf dem Workshop „Hören und begreifen. David P. Boders Interviews mit Überlebenden des KZ Buchenwald im Sommer 1946“ in der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte Buchenwald.